Le Chêne et le Roseau, ou comment la littérature ouvre des fenêtres sur soi
DOI:
https://doi.org/10.55393/babylonia.v2i.1122Keywords:
2/2012Abstract
Dieser Artikel beschreibt eine Literaturlektion in der Zweitsprache, in welcher eine Tessiner Maturaklasse sich einer Fabel von Lafontaine widmet. Nach der Lektüre, die von einem Glossar und einigen historischen Ausführungen begleitet wird, werden die SchülerInnen dazu aufgefordert, zwecks einer vertieften Textanalyse ihre in der Erstsprache erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen zu reaktivieren. Die darauf folgende Diskussion ermöglicht es, zu erfahren, wie Jugendliche von heute einem klassischen Werk der französischen Literatur begegnen. Es zeigt sich, inwiefern die Schülerinnen in der Lage sind, den Text nicht nur zu würdigen, sondern auch spontan darauf zu reagieren und dessen Botschaft kritisch zu diskutieren. Die Literatur misst dem Individuum und dessen Komplexität eine zentrale Rolle bei und muss auch in der Zweitsprache der bevorzugte Vermittlungskanal des Wissens bleiben. In einer Zeit, welche von Neuerscheinungen, Schnelligkeit und Oberflächlichkeit geprägt ist, stellt sie eine immer rarer werdende Gelegenheit dar, um sich kennenzulernen und sich zu entwickeln.
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Copyright (c) 2012 Fanny Merker

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