Second Language Teaching: Focus on Switzerland
DOI:
https://doi.org/10.55393/babylonia.v3i.894Keywords:
03/2015Abstract
Deutsch ist in der Westschweiz beides Une langue nationale et étrangère, so lautet der Titel der Studie, in der Blaise Extermann die Geschichte Deutschunterrichts in der Romandie darstellt. In der Tat sind die Sprachen, die in Schweizer Schulen unterrichtet werden, nicht immer so einfach in Schulsprache, Zweitsprache oder Fremdsprache zu unterteilen. Deutsch ist in der Romandie eine fremde Sprache, aber ist sie Lernenden in Genf, in Lugano oder in Poschiavo wirklich so fremd wie Schülerinnen und Schülern in Lyon oder Rom? Hat der Sprachenunterricht in der Schweiz nicht eine lange soziale und politische Geschichte, die es beinah verbietet eine der Nationalsprachen als Fremdsprache zu bezeichnen? Zweifellos sind diese Termini nicht immer treffend, wir halten sie aber doch für sinnvoll, weil sie uns einen differenzierten Blick auf die Wirklichkeit erlauben. Dies gilt besonders in der aktuellen Situation. Die Publikation dieser Ausgabe von Babyonia fällt in eine Zeit, in der viele Menschen in Europa Schutz suchen und Sprachen lernen, die in der neuen Umgebung, in der sie sich wiederfinden, gesprochen werden. Hier spricht man in der Didaktik von Zweitspracherwerb (vgl. Hufeisen & Thonhauser 2014) und auf diese Lehr- und Lernsituation bezieht sich auch der Titel dieser Nummer.
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