Einleitung
Keywords:
03/2010Abstract
Seit der kommunikativ-pragmatischen Wende Anfang der 70er Jahre ist man sich einig, dass der Fremdsprachenunterricht die Lernenden dazu befähigen soll, in der Fremdsprache kommunikativ handlungsfähig zu werden. Kommunikative Didaktik ist daher ohne Handlungsorientierung nicht denkbar, die Frage ist aber, welche didaktischen Ansätze es erlauben, diese Orientierung in die Praxis umsetzen. Nun lernen wir alle Fremdsprachen, indem wir bestimmte Dinge tun: wir hören und lesen Texte, wir füllen Tabellen aus, lernen Wortschatzlisten, wir schreiben Texte und erproben unsere Sprachkompetenz im Dialog mit anderen, im Klassenzimmer, Kursraum und im wirklichen Leben. Mit anderen Worten: Wir lernen an Aufgaben. Die Frage nach der Rolle dieser Aufgaben im Fremdsprachenunterricht, nach den Eigenschaften und Charakteristika guter Aufgaben hat die Didaktik in den letzten Jahrzehnten beschäftigt. Alsbesonders einflussreich hat sich hier der vor allem in der anglophonen Didaktik entwickelte Ansatz des „Task-based learning and teaching“ erwiesen. Die Publikation des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens hat diese Tendenz noch einmal verstärkt. Grund genug also, eine Nummer von Babylonia der Frage der Verwirklichung der Handlungsorientierung zu widmen – und weniger ihrer theoretischen Modellierung.
