Starting young – is that all it takes?
DOI:
https://doi.org/10.55393/babylonia.vi1.1275Schlagworte:
1/2014Abstract
Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, ob das Senken des Alters beim Beginn des Fremdsprachenunterrichts für sich alleine bessere Sprachlernergebnisse garantiert. Zunächst werden Forschungsergebnisse zur Zweisprachigkeit besprochen, die kognitive Vorteile (d.h. hier Aufmerksamkeitssteuerung) von Zweisprachigen sowie die Entwicklung der beiden Sprachen der Bilingualen untersucht haben. Diese Untersuchungen zeigen, dass sowohl kognitive als auch linguistische Wirkungen von der Zeitdauer des Kontakts mit der Sprache abhängen. Zweitens wird von Forschungsresultaten zum naturalistischen Zweitsprachenerwerb berichtet, die eine Beziehung zwischen den Vorteilen der Frühbeginner und der Kontaktzeit aufzeigen. Schliesslich wird mittels Untersuchungen über Fremdsprachenunterrichtssettings mit typisch limitiertem Input argumentiert, dass jüngere Lernende um den Vorteil des impliziten Lernens gebracht werden, weil es ihnen sowohl kurz- als auch langfristig an genügend Kontakt mit der Sprache mangelt. Der Artikel stellt auch Forschungsergebnisse vor, welche die Rolle von ausserschulischen und intensiven Kontakten mit der Fremdsprache unterstreichen. Es lässt sich folgern, dass das Optimieren des Inputs ein wirksamerer Weg zur Verbesserung des Fremdsprachenlernens sein könnte als das fortwährende Senken des Anfangsalters.
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