Emprendan ils uffants dal Grischun tudestg pli baud englais ch’il rest dal chantun?

Autor/innen

  • Barbla Etter

DOI:

https://doi.org/10.55393/babylonia.vi1.1287

Schlagworte:

1/2014

Abstract

Die Fremdspracheninitiative verlangt, dass im Kanton Graubünden höchstens eine Fremdsprache in der Primarschule eingeführt wird. Die deutschsprachigen Initianten wollen die Muttersprache stärker fördern, gehen in ihren Forderungen aber meistens davon aus, dass die Muttersprache der SchülerInnen im Kanton Graubünden das Deutsche ist. Die Exponenten der zwei Minderheitensprachen kritisieren vor allem drei Punkte dieser Initiative. Sie machen erstens die Initianten darauf aufmerksam, dass nicht alle Bündner Deutsch als Muttersprache haben. Zweitens beanstanden sie, dass ihre Kinder durch diese Initiative erst später Englisch lernen würden als ihre Kantonsnachbarn, da für die zwei Minderheiten Deutsch lernen eine Notwendigkeit ist. Und drittens mahnen vor allem italienischsprachige Exponenten, dass eine Umsetzung der Initiative vor allem die deutschsprachigen Kinder benachteiligen würde, weil diese so erst viel später mit einer lateinischen Sprache in Kontakt kämen. Die als Vorschlag formulierte Initiative ist im November 2013 bei der Standeskanzlei Graubünden eingereicht worden, die Konkretisierung obliegt jetzt der Regierung.

Veröffentlicht

2026-03-17

Zitationsvorschlag

Etter, B. (2026). Emprendan ils uffants dal Grischun tudestg pli baud englais ch’il rest dal chantun?. Babylonia Journal of Language Education, (1), 70–73. https://doi.org/10.55393/babylonia.vi1.1287