Aspekte der Mehrsprachigkeit

DOI:

https://doi.org/10.55393/babylonia.v1i.593

Schlagworte:

PDF, 1_1998

Abstract

[Zusammenfassung erstellt von Poe]

 Die erste Ausgabe 1998 von "Babylonia" konzentriert sich auf den Plurilinguismus in der Schweiz, insbesondere auf die Ergebnisse des VI. Ticinesi-Treffens zum Thema Mehrsprachigkeit, das in Bellinzona stattfand. Die Ausgabe enthält Beiträge verschiedener Autoren, die unterschiedliche Aspekte des Plurilinguismus behandeln, darunter soziale, bildungspolitische und linguistische Dimensionen.

Wichtige Themen sind:

  1. Individueller Plurilinguismus: Georges Lüdi untersucht das Konzept des Plurilinguismus als individuelle Ressource für die Zukunft der Schweiz und stellt die Frage, ob das Land seine sprachliche Vielfalt effektiv managen kann.
  2. Rolle der Bildung: Bruno Moretti diskutiert die mehrsprachigen Wege zur Wiederbelebung von Dialekten im Tessin und betont die Bedeutung des Französischen in diesem Kontext. Die Rolle der Schulen bei der Integration von Nicht-Muttersprachlern wird analysiert, wobei gezeigt wird, dass Kinder mit unterschiedlichen sprachlichen Hintergründen sowohl Chancen als auch Herausforderungen beim Spracherwerb gegenüberstehen.
  3. Sprachhaltungen: Francesca Antonini bewertet, wie junge Tessiner verschiedene Varianten des Italienischen als Zweitsprache (L2) wahrnehmen. Es zeigt sich eine signifikante Kluft im Verständnis und in der Akzeptanz dieser Varianten im Vergleich zum Mutteritalienisch.
  4. Soziale Integration: Emese Gulacsi analysiert die soziale und sprachliche Integration von Migrantenkindern im Tessin und stellt fest, dass der Erfolg der Integration oft von der soziokulturellen Offenheit der Familien und den Interaktionen in der Gemeinschaft abhängt.
  5. Urbaner Plurilinguismus: Rita Franceschini gibt Einblicke in das Zusammenspiel von Sprachen in städtischen Gebieten, insbesondere in Basel, wo mehrere Sprachen koexistieren und sich gegenseitig beeinflussen.

Die Ausgabe hebt die Notwendigkeit einer umfassenden Sprachpolitik hervor, die die sprachliche Vielfalt anerkennt und fördert, und sie geht auf die Komplexitäten ein, mit denen sowohl Mutter- als auch Nicht-Muttersprachler in der Schweiz konfrontiert sind. Sie betont die Bedeutung, sich mit den Realitäten des Plurilinguismus im Bildungsbereich und im Alltag auseinanderzusetzen und fordert Ansätze, die Inklusivität und Verständnis zwischen verschiedenen sprachlichen Gemeinschaften fördern.

Insgesamt bietet die Ausgabe 1998 von "Babylonia" einen vielschichtigen Blick auf den Plurilinguismus in der Schweiz und unterstreicht die Notwendigkeit, alle Sprachen als wesentliche Bestandteile des kulturellen Reichtums der Nation zu schätzen.

Veröffentlicht

1998-04-01

Zitationsvorschlag

Aspekte der Mehrsprachigkeit. (1998). Babylonia Journal of Language Education, 1. https://doi.org/10.55393/babylonia.v1i.593

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