Langue et insertion: faux problèmes et vraies solutions...
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01/2008Abstract
Das vorliegende Manifest wurde vom Réseau Français de Sociolinguistique als Gegenreaktion zum Benisti Bericht im Internet veröffentlicht. Die Auswirkungen des Benisti Berichts, der sich mit den Ursachen von Jugendkriminalität und vorbeugenden Massnahmen befasst, sind heute noch in der Presse spürbar. Die AutorInnen des Manifests weisen darauf hin, dass der Bericht ungerechtfertigte Vorurteile über die Sprachkompetenzen von Jugendlichen aus nicht privilegierten Schichten mit Migrationshintergrund verbreitet. Die Behauptungen, dass eine schlechte Sprachumgebung und die neuen pädagogischen und didaktischen Methoden des Sprachunterrichts die Ursachen für schlechte Sprachkompetenzen sein sollten, werden in diesem Manifest vehement bestritten. Zudem scheinen Untersuchungen darauf hinzudeuten, dass der schulische Misserfolg eher auf den ungenügenden Einsatz neuerer Methoden des Sprachunterrichts zurückzuführen ist. Dies sind zwei gute Gründe um das Interesse an der Zeitschrift Babylonia zu wecken und diese Aktion zu unterstützen. Denn wir sind der Überzeugung, dass die Berücksichtigung der Herkunftssprachen ein Bestandteil der Förderung der Mehrsprachigkeit ist, und dass sich die Reflexion über die Praxis des Sprachunterrichts allgemein fortsetzen muss.
