Kontinuität und Diskontinuität mehrsprachiger Praktiken

DOI:

https://doi.org/10.55393/babylonia.v1i.648

Schlagworte:

PDF, 1_2010

Abstract

[Zusammenfassung erstellt von Poe]

 Diese Ausgabe von Babylonia konzentriert sich auf Kontinuität und Diskontinuität in mehrsprachigen Praktiken und untersucht die Herausforderungen und Chancen im Zusammenhang mit bilingualer und multilingualer Bildung in der Schweiz.

  1. Redaktioneller Überblick: Jean-Frédéric Jauslin, Direktor des Bundesamtes für Kultur, hebt die sinkende Anzahl mehrsprachiger Bürger in der Schweiz hervor, was kulturelle und wirtschaftliche Ressourcen gefährdet. Er betont die Notwendigkeit erneuter Anstrengungen zur Förderung der Mehrsprachigkeit, insbesondere im Kontext der zunehmenden Globalisierung.
  2. Hauptthema: Die Ausgabe untersucht, wie Mehrsprachigkeit in verschiedenen sozialen Kontexten praktiziert wird, einschließlich Familie, Schule und Arbeit. Es wird die Bedeutung von Übergängen zwischen diesen Kontexten, insbesondere der Wechsel von familiären Sprachpraktiken zu schulischen Anforderungen, diskutiert.
  3. Beiträge:
  • Barbara Abdelilah-Bauer thematisiert die Herausforderungen, denen sich bilinguale Familien gegenübersehen, wenn ihre Kinder in die Schule kommen, und betont die Wichtigkeit, die Familiensprachen trotz des Drucks der dominanten Schulsprache aufrechtzuerhalten.
  • Mariana Steiner analysiert das Verhältnis zwischen dem regulären Unterricht und den Heimatsprachkursen und hebt die Notwendigkeit einer besseren Integration und Anerkennung dieser Kurse im Bildungssystem hervor.
Lehrerzusammenarbeit: Die Ausgabe behandelt verschiedene Formen der Zusammenarbeit zwischen regulären Lehrern und Lehrern von Heimatsprachen. Es werden Ergebnisse einer Studie aus Fribourg präsentiert, die die aktuellen Praktiken und den Bedarf an verbesserter Kooperation zur Unterstützung bilingualer Schüler untersucht. Ausbildung und Methodologie: Die Bedeutung der Lehrerbildung in mehrsprachigen Kontexten wird betont. Der Artikel schlägt vor, dass Lehrer gut gerüstet sein sollten, um die sprachliche Vielfalt ihrer Schüler zu berücksichtigen und inklusive Lernumgebungen zu schaffen. Fremdsprachenausbildung in beruflichen Kontexten: Die Beiträge beleuchten auch die Relevanz der Fremdsprachenausbildung in der beruflichen Ausbildung und diskutieren, wie Mehrsprachigkeit in der Arbeitswelt zunehmend geschätzt wird. Der Bedarf an professionellen Sprachkompetenzen wird hervorgehoben, ebenso die Herausforderungen, die es bei der Ausrichtung der Bildungspraktiken an den Marktanforderungen gibt. Bridging Tasks: Das Konzept der Bridging Tasks wird vorgestellt, um den Übergang von der Primar- zur Sekundarstufe zu erleichtern. Diese Aufgaben sollen den Schülern helfen, Fähigkeiten und Kenntnisse, die sie in der Primarschule erworben haben, auf die Sekundarstufe zu übertragen. Fazit: Die Ausgabe schließt, dass das Verständnis und die Unterstützung der Übergänge zwischen verschiedenen Sprachpraktiken entscheidend für die Förderung multilingualer Kompetenzen sind. Es wird ein ganzheitlicher Ansatz zur Sprachbildung gefordert, der den Wert aller Sprachen anerkennt und die Zusammenarbeit zwischen Lehrern fördert.

Insgesamt betont diese Ausgabe von Babylonia die Bedeutung der Förderung von Mehrsprachigkeit in verschiedenen Kontexten und die Notwendigkeit systemischer Veränderungen in den Bildungspraktiken, um dieses Ziel zu unterstützen.

Veröffentlicht

2010-04-04

Zitationsvorschlag

Kontinuität und Diskontinuität mehrsprachiger Praktiken. (2010). Babylonia Journal of Language Education, 1. https://doi.org/10.55393/babylonia.v1i.648