Sprachenlernen in der Berufsbildung

DOI:

https://doi.org/10.55393/babylonia.v2i.685

Schlagworte:

PDF, 2/2013

Abstract

[Zusammenfassung generiert von ChatGPT]

Überblick
Diese Ausgabe von Babylonia widmet sich dem Thema Lesen in mehrsprachigen schulischen Kontexten. Lesen wird dabei nicht nur als technische Fertigkeit betrachtet, sondern als kulturelle, kognitive und identitätsbildende Praxis. Die Beiträge zeigen auf, wie mehrsprachige Schüler*innen durch gezielte Leseförderung besser einbezogen werden können und wie das Lesen zur Vermittlung von Zugehörigkeit und Vielfalt beitragen kann. Der Fokus liegt auf konkreten Projekten, theoretischen Reflexionen und innovativen didaktischen Ansätzen.

Zentrale Beiträge

  • Renato Martinoni eröffnet die Diskussion mit einem Essay über Literatur und Identität. Er sieht im Rückgang des Leseinteresses bei Jugendlichen auch eine Spiegelung gesellschaftlicher Orientierungslosigkeit.
  • Sabina Schaffner erläutert, wie Strategien aus dem universitären Bereich (z. B. mehrsprachige Textarbeit) auf den Schulunterricht übertragen werden können.
  • Martina Leuch stellt das Projekt „Lireensemble“ aus der Westschweiz vor, das gemeinsames Lesen im Klassenverband fördert und sprachliche Grenzen überwindet.
  • Maya Rindlisbacher befasst sich mit Lesemotivation in Deutschschweizer Grundschulen mit hoher sprachlicher Diversität.
  • Stefania Pancera berichtet aus dem Tessin über ein Projekt, das Geschichten nutzt, um neu zugewanderte Schüler*innen in die Klassengemeinschaft einzubinden.
  • Christina Rieder behandelt den Einsatz digitaler Geschichten zur Förderung von Leseverstehen und Selbstausdruck bei Kindern mit Migrationshintergrund.
  • Ursula Hodel & Claudia Jucker thematisieren differenzierte Leseangebote im sonderpädagogischen Kontext.
  • Stefanie Forster und Team zeigen, wie in Basel ein mehrsprachiges Lesemodell entwickelt wurde, das die Familiensprachen systematisch einbezieht.

Fazit
Die Ausgabe plädiert für eine Pädagogik des Lesens, die Mehrsprachigkeit als Potenzial erkennt. Es geht nicht darum, Defizite auszugleichen, sondern darum, Ressourcen zu aktivieren und Schüler*innen in ihrer ganzen sprachlichen und kulturellen Vielfalt ernst zu nehmen. Lesen wird als inklusiver Prozess verstanden, der Partizipation und Identitätsbildung stärkt. Die vorgestellten Modelle und Reflexionen liefern wertvolle Impulse für eine zukunftsorientierte Lesedidaktik.

Veröffentlicht

2013-08-01

Zitationsvorschlag

Sprachenlernen in der Berufsbildung. (2013). Babylonia Journal of Language Education, 2. https://doi.org/10.55393/babylonia.v2i.685