Akzent und Aussprache bei bilingualen Kindern
DOI:
https://doi.org/10.55393/babylonia.v3i.480Schlagworte:
phonetics, foreign accent, speech sound errors, bilingualism, phonologyAbstract
Zwischen September und Dezember 2023 hat Babylonia Fragen von Eltern zum sprachlichen Entwicklungsprozess ihrer Kinder gesammelt. Dieser Artikel zielt darauf ab, die folgenden Fragen zu beantworten:
Hallo, ich bin Französin und lebe in den USA. Mein 8-jähriger Sohn spricht also Französisch und Englisch. Seit er klein ist, spricht er Französisch mit einem leichten amerikanischen Akzent. Das hat mich immer überrascht, da er nicht von Amerikanern umgeben ist, die Französisch sprechen. Ich dachte, der Akzent entsteht "gehörmäßig"! Ist das vielleicht tatsächlich mit der Physiognomie des Mundes verbunden? *Zum Beispiel hatte er ein Jahr lang eine rumänische Lehrerin in der Schule. Und in den ersten Tagen kam er nach Hause und sprach Französisch mit rumänischem Akzent!
Wie kann ich die Aussprachefehler oder Schwierigkeiten bei der Artikulation angehen?
[Zusammenfassung erstellt von Claude-3-Haiku-200k - wir verweisen den Leser auf den Artikel in englischer Sprache im PDF-Format für eine vollständige Antwort]
Dieser Artikel behandelt zwei Hauptfragen zu bilingualen Kindern: den fremden Akzent und die Fehler in der Sprachproduktion.
Zum Thema fremder Akzent erklärt die Autorin, dass dieses Phänomen bei bilingualen Kindern zwei Ursprünge haben kann. Erstens können Kinder einen Akzent entwickeln, weil ihre Eltern die Sprache selbst mit einem Akzent sprechen. Zweitens kann der Akzent aus interlinguistischen Interaktionen resultieren, bei denen phonologische Merkmale einer Sprache die Produktion der anderen Sprache beeinflussen. Zum Beispiel könnte ein bilingualer Französisch-Englisch sprechendes Kind das französische /r/ wie ein englisches /r/ aussprechen.
Was die Fehler in der Sprachproduktion betrifft, so stellt die Autorin klar, dass alle kleinen Kinder, ob einsprachig oder bilingual, während der normalen Sprachentwicklung Fehler machen, besonders zwischen 2 und 3 Jahren. Diese phonologischen Vereinfachungen deuten nicht unbedingt auf eine Störung hin. Allerdings zeigen einige Kinder auch über dieses Alter hinaus Fehler, was zu einer Diagnose einer Sprachstörung führen kann.
Im Fall von bilingualen Kindern können diese Fehler mit interlinguistischen Interaktionen zusammenhängen und nicht mit einer echten Störung. Der Logopäde muss dann eine kontrastive Analyse durchführen, um zu unterscheiden, was zum Bilingualismus gehört und was auf eine Störung hindeutet.
Zusammenfassend sollten bilingual oder monolingual sprechende Kinder, die viele Fehler in der Sprachproduktion zeigen, von einem Logopäden bewertet werden, um festzustellen, ob ihre Schwierigkeiten entwicklungsbedingt, mit dem Bilingualismus verbunden oder Ausdruck einer Störung sind, die eine spezifische Behandlung erfordert.
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