Sprachenvielfalt und Sprachkompetenz in den Schulen der Schweiz
DOI:
https://doi.org/10.55393/babylonia.v2i.690Schlagworte:
PDF, 1/2009Abstract
[Zusammenfassung generiert von ChatGPT]
Überblick:
Babylonia 2/2009 widmet sich dem Thema der Interkomprehension – der Fähigkeit, verwandte Sprachen zu verstehen, ohne sie aktiv sprechen zu müssen. Die Beiträge beleuchten theoretische Grundlagen, didaktische Konzepte und praktische Umsetzungen dieser Methode, die als Schlüssel zur Förderung von Mehrsprachigkeit gesehen wird.
Wichtige Beiträge:
- Melo und Lüdi bieten eine Einführung in das Konzept der Interkomprehension und stellen den Bezug zum rezeptiven Mehrsprachigkeitserwerb her.
- Schnell analysiert die zentralen Merkmale einer didaktischen Umsetzung und hebt die Bedeutung der metasprachlichen Reflexion hervor.
- Meißner liefert eine Übersicht empirischer Studien zur Wirksamkeit der Interkomprehension, insbesondere bei romanischen Sprachen.
- Ushinsky und Hufeisen präsentieren interdisziplinäre Projekte zur Förderung der Leseverstehensfähigkeiten in verwandten Sprachen.
- Rehbein betrachtet Interkomprehension im Migrationskontext als Instrument zur Förderung sozialer Integration.
- Taillefer und Demeuse erläutern konkrete Lehrplanentwicklungen in Belgien zur Einführung interkomprehensiver Ansätze.
- Thürmann plädiert für eine stärkere institutionelle Verankerung im Sinne der Bildungsgerechtigkeit.
- Kaiser und Schader geben praktische Unterrichtsbeispiele zur Anwendung von Interkomprehension im Schweizer Kontext.
Fazit:
Der Band zeigt auf, wie Interkomprehension als innovative und integrative Lehrstrategie zur Förderung von Plurilingualismus und interkultureller Kompetenz genutzt werden kann. Sie ist besonders geeignet, um Bildungsgleichheit zu stärken und die Mehrsprachigkeit von Lernenden gezielt zu fördern.
